Stromspeicher

Stromspeicher nachrüsten und richtig auslegen

Ein Speicher ist kein Zubehör, sondern die zweitgrößte Position der Anlage. Wir legen ihn nach Ihrem Verbrauch aus und sagen Ihnen ehrlich, wann sich die zusätzliche Kilowattstunde nicht mehr lohnt.

Wandmontierter Batteriespeicher neben einem Wechselrichter in einem Technikraum
Ausgangslage

Die Faustformel führt oft in die Irre

Verbreitet ist die Regel: eine Kilowattstunde Speicher je tausend Kilowattstunden Jahresverbrauch. Das ist ein brauchbarer erster Anhaltspunkt und in vielen Fällen trotzdem falsch – weil er ignoriert, wann Sie Strom brauchen.

Ein Haushalt, der morgens und abends verbraucht, nutzt einen Speicher deutlich besser als einer, dessen Verbrauch mittags anfällt und ohnehin direkt von der Anlage gedeckt wird. Wärmepumpe, Elektroauto und Homeoffice verschieben das Bild zusätzlich.

Wir sehen uns deshalb Ihr Lastprofil an. Wo keine Messwerte vorliegen, arbeiten wir mit einem plausiblen Tagesverlauf – und sagen dazu, dass es eine Annahme ist. Am Ende steht eine Größe mit Begründung statt einer Zahl aus der Preisliste.

Leistungsumfang

Was wir beim Speicher machen

Ob zusammen mit der neuen Anlage oder als Nachrüstung im Bestand.

Verbrauch analysieren

Jahresverbrauch, Tagesprofil und geplante Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox.

Auslegung

Nutzbare Kapazität, Lade- und Entladeleistung und die Frage, ob AC- oder DC-Kopplung passt.

Aufstellung und Montage

Aufstellort, Temperaturbereich, Brandschutz und Zugänglichkeit – nicht jeder Kellerraum ist geeignet.

Elektroanschluss

Absicherung, Freischaltmöglichkeit, Überspannungsschutz und Anbindung an die Unterverteilung.

Notstrom und Ersatzstrom

Auf Wunsch mit Umschalteinrichtung, damit bei Netzausfall definierte Kreise weiterlaufen.

Einregulierung

Ladestrategie einstellen, Werte über einige Wochen beobachten und nachjustieren.

Ablauf

So kommen wir zur passenden Größe

1

Verbrauch erfassen

Jahresabrechnung, geplante Verbraucher und – wenn vorhanden – Messwerte aus dem Zähler.

2

Auslegung und Angebot

Vorschlag mit nutzbarer Kapazität, Leistung und einer Begründung, warum nicht mehr und nicht weniger.

3

Montage und Anschluss

Aufstellung, elektrischer Anschluss, Anmeldung der Änderung beim Netzbetreiber.

4

Nachjustieren

Nach einigen Wochen sehen wir uns die tatsächlichen Werte an und passen die Ladestrategie an.

Was Sie erwarten können

Auch die Antwort "noch nicht" gehört dazu

Es gibt Fälle, in denen ein Speicher heute keine gute Investition ist – etwa bei sehr niedrigem Abendverbrauch. Das sagen wir Ihnen, auch wenn es die kleinere Rechnung bedeutet.

Häufige Fragen

Was Kundinnen und Kunden uns dazu fragen

Ja, in aller Regel. Bei AC-gekoppelten Speichern ist das unabhängig vom vorhandenen Wechselrichter möglich. Wichtig ist, dass Zählerplatz und Unterverteilung Platz bieten – deshalb sehen wir uns beides an, bevor wir ein Angebot machen.

Hersteller geben typischerweise Garantien über eine bestimmte Anzahl Vollzyklen oder Jahre, häufig mit einer garantierten Restkapazität. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich stark – wir legen Ihnen die Garantiebedingungen des angebotenen Geräts vor, statt allgemein von „zehn Jahren“ zu sprechen.

Nur mit Ersatzstrom- oder Notstromfunktion und passender Umschalteinrichtung. Ein Speicher allein reicht nicht, weil die Anlage bei Netzausfall abschalten muss. Diese Funktion kostet extra und will vorher entschieden sein.

Trocken, frostfrei, nicht dauerhaft über 30 Grad, gut zugänglich und nicht im Flucht- oder Rettungsweg. Heizungsräume und ungedämmte Garagen sind häufig ungeeignet. Wir prüfen den Aufstellort beim Ortstermin.

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